100 Jahre Hoher-Meißner-Treffen (2013)

Die Freideutsche Jugend will aus eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung, mit innerer Wahrhaftigkeit ihr Leben gestalten. Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein. – Hoher Meißner, 1913

Im Oktober 2013 beging die deutsche Jugendbewegung das 100-jährige Jubiläum des Ersten Freideutschen Jugendtages, der am 11. und 12. Oktober 1913 auf dem Hohen Meißner stattgefunden hat.

Mit diesem Treffen brachte die damalige Jugend ihren Freiheitswillen und ihren gesellschaftskritischen Widerstand gegen die chauvinistisch-patriotischen Gedenkfeiern zur Völkerschlacht von 1813 zum Ausdruck. Die während des Jugendtages entstandene sogenannte „Meißnerformel“ ist besonders für die Bündische Jugend zum prägenden Element geworden. 100 Jahre später hat nun wieder ein Fest der Jugend am Hohen Meißner stattgefunden, das Pfadfinder, Wandervögel und Jungenschaftler als Jugendbewegung von heute gemeinsam gestalteten.

www.meissner-2013.de

Bei diesem historischen Treffen der deutschen Jugendbewegung dabei zu sein war etwas ganz besonderes für uns – insbesondere weil die Hohen-Meißner-Treffen nur alle 25 Jahre stattfinden. Die nächste Gelegenheit wird sich daher voraussichtlich auch erst 2038 wieder bieten.

Unterwegs im Helvetinjärvi-Nationalpark (Finnland 2008)

Mit zehn Teilnehmern war die Stammesgroßfahrt 2008 trotz der Dauer von gut zwei Wochen und der Ferne von der Heimat gut besetzt. Per Flugzeug ging es ins finnische Tampere, von wo aus wir uns direkt nach Nordwesten begaben. Dort durchwanderten wir zwei Nationalparks: den Seitseminen und den Helvetinjärvi. Wir erfreuten uns dabei an toller Wildnis-Infrastruktur (Finnland, deine Hütten!), sahen viel Wald, badeten in dem einen oder anderen See und wurden sogar von Einheimischen in eine improvisierte finnische Sauna eingeladen. Zum Abschluss der Fahrt machten wir von Tampere aus noch eine zweitägige Kanutour auf dem Näsijärvi. Fazit: eine besonders tolle Fahrt!

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Sonnenuntergang am westlichsten Punkt Europas (Irland 2008)

Sieben R/R begaben sich zur nasskalten Osterzeit furchtlos nach Irland, um dort eine Woche auf Fahrt zu gehen. Die Anreise nach Dublin machte es zunächst erforderlich, mit zwei Mietautos quer durch Irland zu fahren, um das eigentliche Fahrtengebiet im Süden der Insel zu erreichen. Dort angekommen stellte sich das Kohtenplatzfinden mangels deckungsgebender Bäume allabendlich schwieriger dar als man vielleicht meinen könnte. Trotz vielen Regens und kalten Windes hatten wir ein paar schöne Tage. Wir kamen am westlichsten Punkt Europas vorbei und sahen natürlich jede Menge Schafe, grüne Wiesen und Mäuerchen in der Landschaft. Ein ordentlicher Sturm in einer der letzten Nächte trug seinen Teil zum Gelingen der Fahrt bei. Heim ging es direkt vom Flughafen Kerry aus, d. h. ohne weitere Umwege durch halb Irland.

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Abendstimmung am Haukkajärvi (Finnland 2008)

Ein herrlicher Sandstrand breitete sich im sanften Rot der untergehenden Sonne vor uns aus. Der Himmel zeigte nicht eine Wolke und die Luft strömte warm über unsere nackten Schultern. Nur der ferne Saum aus Kiefern auf der anderen Seite des Sees erinnerte uns daran, dass wir im Norden waren und nicht am Mittelmeer.

Nach der langen, anstrengenden Fahrt wollten wir zwei Übernachtungen an diesem wunderschönen Fleckchen Erde verbringen. Endlich mal nicht bang hoffen, dass wir ein[e] schöne Schlafstätte am Ende des Tages finden können. Endlich mal nicht uns selbst unter Zeitdruck setzen, weil wir doch noch so viel gehen wollten. Endlich mal Sachen waschen, schwimmen, die Seele baumeln lassen.

– Auszug aus „Dampfende Zelte und schwitzende Mannskerle“ von Daniel (Rundschlag 45, Winter 2008/2009)

„Rundschlag“ ist der Name unserer unregelmäßig erscheinenden Stammeszeitung (nur für Mitglieder). Der hier zitierte Auszug erzählt von einem Abend auf unserer Stammesgroßfahrt in Finnland (2008).