Sonnendeck

Ende November ist es endlich soweit. Die lang ersehnte Ranger/Rover-Aktion steht vor der Tür. Das ganze Jahr über schuften die Ranger/Rover für unseren Stamm, mit allem was dazu gehört. Sie sind es, die sich Woche um Woche attraktives Programm für die Gruppenstunden ausdenken, große Aktionen wie Fahrten und Lager planen und die strategischen Geschicke des Stammes lenken.

Eine kleine Flucht aus dem Alltag ist geplant, bei der diese Stufe sich mal ganz um sich kümmern kann.

Deshalb sind an diesem Wochenende sie es, die einfach nur eine Anmeldung ausfüllen, eine kleine Aufgabe erfüllen und ihren Rucksack packen müssen, ohne sich groß Gedanken um „Was?Wann?Wer?Wo?Wie?“ machen zu müssen. Das Motto lautet „Sonnendeck“ und verheißt bereits Erholung. Viel mehr wurde aber nicht verraten, denn der Tag sollte bewusst einige Überraschungen bereithalten. Das Wetter hat wohl von dem Motto nicht viel mitbekommen, denn es beginnt mit einem nasskalten Samstagmorgen.

Ranger/Rover nach erfolgreicher „Pilzsuche” beim Bestimmen der Funde

Am Vormittag treffen sich fünfzehn Ranger/Rover an unserem Stammesheim und rasch geht es weiter in Kolonne nach Mettlach, wo wir in der dortigen Senf-Manufaktur einem Vortrag über die Bio-Senfherstellung lauschen dürfen. Auch für diejenigen, deren Herz nicht gerade für das Randprodukt „Senf“ schlägt, ist einiges Wissenswerte dabei und die Vorteile der handwerklichen Produktion rücken allen stärker ins Bewusstsein.

Im Anschluss geht es bei nachlassendem Regen weiter zum nächsten Programmpunkt: der „Pilzsuche“. Der Weg führt zum Waldparkplatz in Britten. Dort wandern wir zum Steinertskopf und finden tatsächlich ein paar Pilse unbekannter Marken. Die heimische Sorte aus Homburg mag ja noch bekannt und als genießbar eingestuft werden. Aber ohne Bestimmungsbuch muss die Verköstigung der übrigen Pilse erstmal warten. Wir nehmen eine Zwischenmahlzeit ein, welche die Teilnehmer vorbereitet haben.

Dominik zieht einen Flammkuchen aus dem Steinbackofen

Ausreichend gestärkt, fahren wir zum Stammesheim der Brittener Pfadfinder, wo der Weg für uns heute endet. An Ausstattung kaum zu toppen, bieten sich in einem großen Gebäude neben einem Steinbackofen, einer Außensauna und Sanitäranlagen im Keller des Gebäudes, welches auf einem alten Bunker aufgebaut wurde, zahlreiche lauschige Plätze an diversen Holzöfen. Wir verbringen den Mittag mit der Essenszubereitung. Wenn man schon mal die Möglichkeit hat, einen Steinbackofen zu benutzen, ist die Zubereitung eines selbstgemachten Flammkuchens obligatorisch. Als Rover stellen wir uns dieser Herausforderung und auch die spontane Reparatur der Pizzaschaufel ist mit etwas Einfallsreichtum schnell passiert. Währenddessen bietet Caro eine Brotback-AG für alle Interessierten an. Fünf verschiedene Brote werden in Zweierteams für das Frühstück gebacken und eines sieht schöner aus als das andere. Parallel dazu gibt es Zeit für Gespräche und manch einer versucht sich glücklich an der wohligen Sauna mit anschließend kalter Dusche, welche von fleißigen Händen permanent in Betrieb gehalten wird.

Frisch gebackene Brote

Leicht verspätet geht es am Abend weiter mit dem festen Programm gegen etwa halb zehn. Blutrünstige Werwölfe sind in Britten eingekehrt und müssen unter den Anwesenden identifiziert werden, bevor sie alle Dorfbewohner restlos auslöschen. Und zu guter Letzt, wollen wir auch die unbekannten Pilse endlich bestimmen und verzehren. Am nächsten Morgen genießen wir den Geschmack der frischen Brote, welche mit selbstgemachten Aufstrichen der Teilnehmer eine angemessene Partnerschaft erfahren. Nach kurzer Reflexion und Ausblick auf nächstes Jahr geht es gegen Mittag schon wieder viel zu schnell Richtung Heimat.

Erholte und glückliche Gesichter am Sonntagmorgen vorm Heim des Stammes „Grimburg” Britten

Wir haben als Stufe gemeinsam ein tolles Wochenende verbracht, viel erlebt und konnten neue Kraft für kommende Aktionen schöpfen.

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