Beltane oder: Der Mai ist (endlich) gekommen

An Hexennacht macht der Wettergott es uns nicht einfach. Erst beschert er viel Regen mit Wind, gegen Abend hat er aber ein Einsehen und es bleibt trocken. Ein ideales Wetter um Beltane zu feiern.

Hierzu ist die älteste Stufe unseres Stammes eingeladen und 16 Ranger und Rover finden sich um 18.30 Uhr am Stammesheim ein. Ein gepackter Bollerwagen steht bereit und so startet unsere Wanderung in Richtung „Hüttersdorfer Stei“. Unterwegs werden Brennesseln gesammelt und Sandy erzählt Spannendes über Beltane, das keltische Fest, das den Sommer begrüßt.

In der Stei entfachen wir in unserer Feuerschale vor uriger Kulisse ein Beltane-Feuer, das traditionell aus neun heiligen Hölzern besteht. So hatte jeder Teilnehmer die besondere Aufgabe, ein spezielles Stück Holz für den heutigen Abend zu besorgen. Tatsächlich konnte aus Hasel, Erle, Esche & Co. ein zünftiges Maifeuer entfacht werden.

Nun gilt es den Maikönig zu küren. Dieser erlegt traditionell den ersten Hirschen des Sommers. Bei uns versteckt sich der „Hirsch“ im Wald und gibt sich in regelmäßigen Abständen mit einem akustischen Signal zu erkennen; die Jäger müssen ihn in der Dunkelheit mit zudem verbundenen Augen finden.

Aber auch das Kulinarische kommt nicht zu kurz: die gesammelten Brennesseln werden zu feinen Chips gebraten und wir backen im Feuer Bannock, ein leckeres Teiggericht, das mit verschiedenen Zutaten belegt wird. Selbstgemachte Mai-Bowle mit frischem Waldmeister darf natürlich auch nicht fehlen.

So geht dieser schöne Abend mit gemeinsamem Singen am Feuer und leckerem Essen in geselliger Runde viel zu schnell in den frühen Morgen über. Der Mai ist inzwischen gekommen – die alten Kelten wären stolz auf uns gewesen!

 

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