Pfadfinder in New York City


New Yorker Pfadfinder haben sich nach den Anschlägen auf das WTC aktiv an vielfältigsten Hilfsaktionen beteiligt

Text: Tarzan

Am 11. September wurde die ganze Welt durch den schrecklichen Terroranschlag auf das New Yorker World Trade Center geschockt.

Dieser Akt des Terrors führte aber auch dazu, dass die Menschen, gerade in New York, enger zusammenrückten. Jeder versuchte zu helfen, wo er konnte.

Auch die Pfadfinder in New York haben alles erdenkliche getan und tun es immer noch, um die schlimmste Not zu lindern.

So hat zum Beispiel der Pack 255 (amerik. Pfadfinderstämme werden unter anderem in Troops und Packs unterteilt) aus Bayside Queens, Geld und Hilfsgüter wie Decken, Kleidung usw. gesammelt und zu Roten Kreuz Stationen gebracht. Die Sachen wurden von dort direkt an Überlebende, sowie die Helfer vor Ort verteilt.

Außerdem hat der Pack 255 geholfen, Mahlzeiten für die Feuerwehrleute und Polizisten zu kochen.

Troop 65 beim Blutspenden für die Opfer des Terroranschlags

Die Pfadfinder eines anderen Stammes, des Troops 65 aus Queens, haben alle zusammen eine Blut-Spende-Aktion organisiert und insgesamt 65 Liter Blut gespendet.

Auch haben Pfadfinderstämme einen Auto-Wasch gestartet und das eingenommene Geld gespendet, oder sie haben als Ehrenwachen vor religiösen Gedenkstätten, Mahnwachen abgehalten. Die Pfadfinder mussten aber auch Leute aus den eigenen Reihen trösten, die Eltern oder Freunde bei dem Terroranschlag verloren hatten.

Dies waren natürlich nur einige Beispiele, von wenigen Stämmen aus New York, aber es waren viel mehr Stämme die ihren Beitrag geleistet haben, um zu helfen.

Von überall aus der Welt schickten einzelne Pfadfinder oder ganze Stämme Geld und Hilfsgüter, oder einfach nur Briefe und Postkarten um die Pfadfinder in New York zu unterstützen und zu motivieren.

Geschockte Pfadfinder trösteten sich gegenseitig

Aber die amerikanischen Pfadfinder haben sich nicht nur für New York eingesetzt, auch für die hilfsbedürftigen Menschen in Afghanistan setzt sich der amerikanische Pfadfinderbund ein, was beweist, dass sich die Nächstenliebe, was ein wesentlich besseres Wort als Solidarität ist, nicht nur auf die eigene Not beschränkt, sondern sich auch auf Opfer des durch den Anschlag ausgelösten Krieges ausstreckt.

All dies zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt und die Werte sind, die bei und durch die Pfadfinder vermittelt werden. Das Beispiel der New Yorker Pfadfinder kann uns allen als Leitmotiv dienen, diese Werte, wie Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit, immer wieder zu vermitteln und zu leben.


aus "Rundschlag" Nr. 32, Dezember 2001 - Artikel ist ungekürzt; nur Layout und Bebilderung sind geringfügig geändert worden; Unterüberschrift hinzugefügt.

Konvertierung in HTML: ChrikiTM, Dezember 2001

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