Pfadfinder fest etabliert


Zehnjähriges Jubiläum des "Albert-Schweizer-Stammes" in Hüttersdorf

Das traditionelle Wildsaufest war die willkommene Gelegenheit. Der Pfadfinderstamm „Albert-Schweitzer Hüttersdorf e. V." feierte sein zehnjähriges Jubiläum und ist in der Geimeinde fest etabliert.

 

Schmelz-Hüttersdorf (kön). "Wir haben in den vergangen zehn Jahren bewiesen, dass die Pfadfinder in Hüttersdorf kein Strohfeuer sind", verkündete Frank Grütz, der Stammesführer des Pfadfinderstammes Albert-Schweitzer Hüttersdorf e.V. Das mittlerweile zur Tradition gewordene Wildsaufest der Hüttersdorfer Pfadfinder stand in diesem Jahr ganz besonders im Zeichen des zehnjährigen Stammesjubiläums. Die Festbesucher konnten sich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass hier eine äußerst gute Pfadfinder- und Jugendarbeit geleistet wird. Mit gut 120 Mitgliedern bilden die Hüttersdorfer den größten Pfadfinderstamm im Saarland, und das Interesse daran ist weiterhin ungebremst.

Ein Problem gibt es trotzdem: Stünden genügend Leiter zur Verfügung, könnte der Stamm noch zehn bis 20 weitere Kinder und Jugendliche aufnehmen.

Als vor zehn Jahren, im Mai 1991, Peter Schmitt und Ulrich Marz die Idee hatten, einen Pfadfinderstamm zu gründen, konnten sie nicht ahnen, dass sich dieser so gut entwickeln würde. Zunächst waren die Hüttersdorfer als Aufbaugruppe der katholischen Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg angegliedert. 1993 wechselten sie zum interkonfessionellen Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP). Als Mitglied dieses Bundes konnten die Hüttersdorfer bereits im selben Jahr am Bundeslager des BdP in Ostfriesland teilnehmen, wo fast 8000 Pfadfinder aus Deutschland und der Welt ein gemeinsames Zeltlager erlebten. Diese Erfahrung prägte die Pfadfinderneulinge aus Hüttersdorf sehr. Viele, die sich heute immer noch stark im Verein engagieren, waren damals schon dabei.

Die Jungpfadfinder von damals führen heute natürlich selbst ihre Gruppen. Eines der größten Projekte des Stammes war sicherlich der Bau des Stammesheims. Die Unterstützung der Gemeinde, des Landkreises, die materielle und tatkräftige Hilfe von Sponsoren, sowie die unzähligen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder machten es möglich. Nur fünf Jahre nach ihrer Gründung konnten sich die Hüttersdorfer Pfadfinder zu ihren Gruppenstunden in eigenen Räumen treffen. Seitdem ist das Stammesheim, das in Anlehnung an das Urwaldhospital des Namenspatrons Albert Schweitzer auf den Namen Lambarene getauft wurde, der Ausgangspunkt für alle Aktivitäten des Stammes.

In und um dieses Heim richtet der Stamm dann auch jeden Sommer das Wildsaufest aus, das in Hüttersdorf und Umgebung schon ein fester Begriff ist. Besonders die frisch gebratene Wildsau lockte auch in diesem Jahr wieder viele Besucher an. Einzelne Pfadfindergruppen unterhielten die Gäste mit Gesangsvorträgen und vermittelten mit Schaulagern und Bildtafeln einen Eindruck vom Pfadfinderleben. Am Abend konnte man beim gemeinsamen Singen in der Jurte, einem mongolischen Rundzelt, echte Lagerfeuerromantik erleben.

Stammesführer Frank Grütz ist überzeugt davon, dass mit den Methoden des Pfadfindertums die heranwachsende Jugend zu selbstbewussten, toleranten und mündigen Bürgern erzogen wird. Das Leben in und der Einsatz für die Gemeinschaft steht dabei im Vordergrund. Ganz nebenbei macht das Pfadfinderleben mit seinen kleinen und großen Abenteuern auch noch eine Menge Spass. So wie etwa die Teilnahme am Bundeszeltlager in Westernohe. Neben den Hüttersdorfern beteiligten sich 5000 Scouts aus rund 26 Ländern an diesem Camp.


aus der "externe Seite Saarbrücker Zeitung" (August 2001) - Artikel ist ungekürzt; nur das Layout ist geringfügig geändert worden.

Konvertierung in HTML: ChrikiTM, November 2002

zum Seitenanfang Top