Der Öffentlichkeit seine Arbeit auf angenehmste Art näherzubringen gelingt dem Pfadfinderstamm "Albert Schweitzer" in Hüttersdorf seit drei Jahren mit dem "Wildsaufest".
Rund um das Pfadfinderheim mit dem Namen "Lambarene", benannt nach dem Ort, an dem der "Urwalddoktor" wirkte, ist wieder gefeiert worden. Drei richtige vom Jäger erlegte Wildschweine gaben dem Fest seinen Namen, dessen Erlös in die weitere Arbeit der jungen Leute fließt.
Parallel wurde für die jüngeren unter den Pfadfindern ein Jurtenfest gefeiert. Das sind die Zelte der Mongolen, die schon vom reinen Anblick her "Abenteuer" ausstrahlen. Über die Arbeit des Pfadfinderstammes mit seinen 77 Mitgliedern im Alter von sieben bis 71 Jahren informierte eine Ausstellung und eine Diaschau.
Alles im Griff hatte die Stammesführerin Nicole Staudt, genannt "Vroni", das ist der Fahrtenname, den man. als Pfadfinder bekommt. Ein bischen Abenteuer wollten die jungen Leute ihren Festbesucher vermitteln. Rund um das Feuer mit der Wildsau wurde schon mal zur Klampfe gegriffen und gesungen (Foto).
Ansonsten wurde bei Bier und Wildsaubraten auch über die Philosophie des Pfadfindertums diskutiert. Vor allem darüber, wie charakterstärkend die Einbindung in diese Organisation wirkt. Der Zusammenhalt ist beeindruckend, was sich im schmucken Pfadfinderheim manifestierte, das Spenden und Eigenleistung 1994 gemeinsam gebaut wurde. Ein Elternförderkreis hilft dabei. tm
aus der "Dillinger Stadtrundschau" vom 21. Juli 1999 - Artikel ist ungekürzt; eine Überschrift wurde hinzugefügt; das Layout ist geringfügig geändert worden.